Taxifahrer-Knigge bei bestellten Fahrten

Night taxi

  • Schalten Sie Ihr Taxischild bereits aus, wenn Sie auf dem Weg zu Ihrem Fahrgast sind. So irritieren Sie niemanden, der auf der Straße nach einem Taxi sucht.
  • Hupen Sie nicht, um dem Fahrgast Ihre Ankunft zu signalisieren. Eine Ausnahme können Sie machen, wenn Sie wegen der Verkehrsituation nicht aussteigen können.

  • In Wohngebieten zu hupen, gilt als Ruhestörung. Das verärgert nicht nur Ihren Fahrgast, sondern die gesamte Nachbarschaft. Wenn der Kunde noch nicht am Fenster oder vor der Tür auf das Taxi wartet, hat dies vielleicht einen Grund. Dann sollten Sie nach einer kurzen Wartezeit klingeln.
  • Ein Chauffeur geht grundsätzlich vor dem Auto herum, um auf die andere Seite zu gelangen. Gute Dienstleister bewegen sich nicht hinter dem Rücken der Kundschaft.
  • Das Gepäck wird nicht vom Fahrgast, sondern vom Taxifahrer sicher im Kofferraum verstaut.
  • Während das Gepäck verstaut wird, bleibt der Fahrgast neben dem Taxi stehen.
  • Der beste Platz in einem Taxi ist der Platz hinter dem Beifahrer. Er steht daher dem ranghöchsten Fahrgast zu. Danach folgen der Platz hinter dem Fahrer, der Beifahrersitz und zuletzt der hintere Mittelplatz.
  • In Ausnahmen, zum Beispiel um mehr Beinfreiheit zu haben, kann der Fahrgast auch auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Fragen Sie aber lieber den Taxifahrer, ob Sie vorne sitzen dürfen. Denn oft nutzt er den Beifahrersitz als persönliche Ablage oder möchte so die räumliche Distanz wahren.
  • Die Distanzzone von 60 cm kann in Verkehrsmitteln meist nicht eingehalten werden. Unterschreiten Sie diese Distanz nur behutsam.
  • Senioren, Behinderten und Stammkunden, zum Beispiel für Krankenfahrten, wird die Autotüre von außen geöffnet, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Hierbei sollte der Fahrer seine helfende Hand anbieten.
  • Bewahren Sie auch bei kurzen Fahrten Ihre Freundlichkeit. Sie wollen ja den Ruf der Taxifahrerzunft nicht schädigen.
  • Halten Sie den Quittungsblock und funktionsfähige Kugelschreiber griffbereit. Als Taxifahrer sorgen Sie für passendes Wechselgeld.
  • Füllen Sie die Quittungen korrekt, zügig, vollständig und leserlich aus. Für die ungeliebten Reisekosten-Abrechnungen benötigen Geschäftsleute lückenlose und stimmige Belege.
  • Warten Sie nachts solange, bis Ihr Fahrgast nach der Fahrt das Haus betreten und sich die Haustür geschlossen hat. Erst dann fahren Sie weiter.

Über Vera Reich

Vera Reich ist Expertin für alle Fragen rund ums gute Benehmen. In ihrem Blog "Knigge für Alle – was Viele nicht wissen" beantwortet sie häufige Fragen zum Thema Knigge, gutem Umgang und guter Kommunikation. Vera Reich ist von der IHK zertifizierte Knigge-Trainerin sowie Fördermitglied des Deutschen Kniggebund e.V. Sie bietet regelmäßig Knigge-Seminare für Sie oder Ihre Mitarbeiter an.

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